Das Drei-Zonen-Modell
Leider geht der Trend der Zeit zum Minimalismus - klare Formen.
Um den "lebendigen" Garten dagegen muss man sich sorgen. Ökologisch betrachtet müssen wieder nachhaltigere Betrachtungsweisen im Vordergrund der Gartenarchitektur stehen. Man muss die Zusammenhänge zumindest im Ansatz verstehen. Es wird nie den einen Entwurf für die Gartengestaltung geben, aber das Drei-Zonen-Konzept erweist sich als wichtige Grundlage für ein harmonisches Miteinander mit und in der Natur.
Markus Gastl, der Gründer des Hortus-Netzwerkes entwickelte dieses Konzept um dem Schrumpfen der geeigneten Lebensräume für viele Pflanzen- und Tierarten entgegenzuwirken.
Das Konzept beruht auf das Anlegen und der Verzahnung der Ertrags-, Hotspot- und Pufferzone.
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In unserem Garten befinden sich zahlreiche Obstgehölze (Apfel, Birne, Aprikose, Wein, Sauerkirsche, Mirabelle, Johannisbeere, Stachelbeere, Heidelbeere, Himbeere, Brombeere, Apfelbeere, Haselnuss), verschiedenes Gemüse und weitere Pflanzen, wie Schmetterlingsflieder, Rispenhortensien, Rosen, wilde Karden, Mispelstrauch, Akelei, Hibiskus, Pfingstrosen, Liguster, Vogelbeere, Maiglöckchen, Minze, Schafgarbe, Fetthenne, Waldmeister, Kapuzinerkresse, Borretsch, Lavendel, Spindelstrauch, Pfeifenstrauch, Katzenminze, Königskerzen, Ahorn, kleine Buchenhecke, Berberitze (noch klein), fädige Palmlilien, Waldsteinia, Allium, Schöllkraut, Frauenmantel, Efeu, Feuerdorn, Heide, europäische Eibe, Dachwurz, Disteln, Lilien, gewöhnlicher Natternkopf, Goldrute, Sanddorn, Phacelia, Farn, Brennessel, Weinbergs-Traubenhyazinthe, Prachtkerzen, Schneeglöckchen, Vergissmeinnicht, Glockenblumen, Narzissen, Tulpen, Nelken, Storchschnabel, Klee, Hundsrose, Essigrose, Pfingstrosen, Klatschmohn, Purpurglöckchen, (...) und verschiedene Kräuter, wie Salbei, Thymian, Schnittlauch, Oregano, Zitronenverbene, Rosmarin, Liebstöckl, Basilikum, Bohnenkraut und vieles, vieles mehr. Stichwort "blackbox-gardening" :-)
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Wir verwenden keine Chemie.
Wir nutzen das ökologische Kreislaufsystem.
Wir mulchen mit Laub und Kompost oder nutzen die Gründüngung, die im Spätsommer oder Herbst als Nachsaat auf die abgeackerte Fläche ausgebracht wird.
Damit geben wir unserem Boden neue Kraft für das nächste Frühjahr.
Danach kommen die im Boden lebenden Kleinlebewesen und Mikroorganismen ins Spiel.
Diese kleinen Helfer zersetzen die Grünmasse und
wandeln sie in wertvollen nährstoffreichen Humus um.
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Brennesseljauche
Die Brennnessel selbst enthält viele Mineralien und eignet sich als Jauche perfekt zum Düngen von Gemüse und Blumen.
Kleiner Tipp, damit es nicht so "mieft":
ein bisschen Steinmehl darüber, dann ist es mit dem Gestank vorbei.
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Fallobst sollte nicht unterm Baum liegen bleiben, denn es birgt ein Nährboden für Pilze und Schädlinge. Mit Abstand zu den Bäumen bringt aber auch angeschlagenes Obst und Gemüse noch einen Nutzen: Ein kleinen Teil des Obstes und Gemüses, das nicht für den Verzehr geeignet ist, kann für Nützlinge in einer Ecke des Gartens liegen bleiben.
In der kühleren Jahreszeit sind Insekten, Igel und Vögel dankbar für ein so ein Büfett.
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Der Lohn dafür wird eine breite Artenvielfalt sein.
Insekten, wie Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge, Nachtfalter, interessanten Libellen, Molche, Käfer und viele mehr. Dazu kommen die Tiere, die sich von dieser Artenvielfalt ernähren, wie z.B. Vögel, Igel und Eidechsen....
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Was zeichnet unseren "Hortus passion" aus?
verrottende Baumstumpfe
Totes Holz ist als Lebensraum für zahlreiche Lebewesen und als Nährstofflieferant für den Boden wichtig.
Eine einfache und unkomplizierte Lösung für Totholz ist ein Baumstumpf oder ein großes Stück Baumstamm,
das im Garten verrotten darf.
Hier treffen sich an ihm Arten wie die Blattschneidebiene, die Holzbiene oder die Pelzbiene über Jahre hinweg.
Unser Mini-Trockenmauer-Kiesbeet-Projekt
Das Errichten einer Trockenmauer oder das Anlegen von einem Kiesgarten bietet den Vorteil, dass die Steine die Sonnenwärme am Tag speichern und sie in der Nacht wieder abgeben.
So bietet es mit seinen kleinen Höhlen und Ritzen einen ökologisch sehr wertvollen Lebensraum für Insekten und Kleintiere, die auf trockenen und warmen Untergrund angewiesen sind.
Das trifft z.B. auf Blindschleichen, Eidechsen, Erdhummeln, Käfer, Kröten, Spitzmäuse oder Wildbienen zu.
Hotel Reisighaufen
Hier wohnt
Herr Igel, Frau Blindschleiche, Frau Kröte, Familie Florfliege, Familie Schlupfwespe, Herr Käfer, Frau Schmetterling und viele mehr.
Die Tiere finden das ganze Jahr über einen Unterschlupf angeboten - im Sommer als Versteck und Brutstätte für den Nachwuchs, in den kälteren Monaten zum Überwintern.
Unter den Insekten finden sich nach und nach viele Vertreter ein, denen Blattläuse als Nahrung dienen. Die Insekten wiederum locken dann heimische Vögel an.
Unser Teich
Zu unserem „Hortus passion“ gehört noch ein kleiner Gartentümpel, in dem sich viele Molche und ab und an ein Frosch angesiedelt haben. Libellen tummeln sich dort genauso wie Wasserläufer. Im Frühjahr kann man die Kaulquappen entdecken. Das Wasser wird durch die Pflanzen und Muscheln, sowie einen kleinen Filter
(kein UV-Filter! ) gereinigt. Zusätzlich entferne ich mehrmals im Jahr oberflächig die Oberfläche von Blättern. Der kleine Teich hat sich zu einem fast eigenständigen Biotop entwickelt, an dem ich schon so manche spannende Beobachtungsstunde verbracht habe.